Okt 25

© Nik Frey (Fotolia.com)
Es gilt nicht als opportun über angeblich “moderne Familienmodelle” zu wettern. Aber auch wenn der Widerstand noch so groß ist, der Trend wird deshalb nicht richtiger. Im großen Stil werden Kinder heutzutage schon im frühen Säuglingsalter der familiären Umgebung planmäßig und wiederkehrend entrissen und der gut bezahlten Tagesmutter in den Arm gedrückt oder bei der Kindertagesstätte abgeladen. Somit wird es den jungen Müttern oder Vätern überhaupt erst möglich wieder einem “geregelten Leben” nachzugehen. Das klassische Heimchen am Herd, das drei Jahre Erziehungsurlaub nimmt und sich in dieser Zeit um Kinder und Haushalt kümmert, wird belächelt oder gar als rückständig abgestempelt. Natürlich spricht man das im Allgemeinen sehr ungern aus, weil man ja tolerant und allen “Gesellschaftskonzepten” gegenüber offen erscheinen möchte.
Wie verlogen die Diskussion geführt wird, zeigen unzählige Wortgefechte zwischen Vertretern der einen und der anderen Partei. Die Argumente der “Abschieber” basieren dabei im Wesentlichen auf nur einer Aussage: “Es schadet den Kindern nicht, sondern es nützt ihnen!” Das ist nicht nur eine sehr einseitige Beleuchtung der Tatsachen, sondern es verschleiert auch die eigentlichen Probleme, die mit den neumodischen Familienkonzepten zwangsläufig einhergehen. Den Rest des Artikels lesen »
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Okt 25
Die Verhandlungen neigen sich dem Ende entgegen und der Koalitionsvertrag steht – zumindest im Entwurf. Nach dem Schock des Wahlabends sieht man sich nun mit der neuen Politikerriege konfrontiert, die die zukünftige Bundesregierung stellen soll.
Guido Westerwelle wird Außenminister. Was vielerorts als selbstverständlich gilt, denn allzu oft beruft man in diesem Zusammenhang auf „ungeschriebene Gesetze“ oder „die Gepflogenheiten der Regierungsbildung“, ist in Wahrheit ein abenteuerliches Spiel mit dem zweitwichtigsten Posten im Lande. Westerwelle mag politische Erfahrung haben, wirkliche Erfolge sucht man in seiner Karriere bisher aber vergebens. Mit seinem „Projekt 18“ erklärte er das Wahlziel seiner Partei bei der Bundestagswahl 2002: 18 % aller Stimmen wollte er für die FDP holen. Um dies zu erreichen, biederte er sich seinen potenziellen Wählern regelrecht an. Er tourte mit dem „Guidomobil“ durch Deutschland, klebte sich kurzerhand eine gelbe „18“ auf die Schuhsohlen und tauchte sogar im Bumscontainer von „Big Brother“ auf. Dass man mit derartig platten Aktionen zwar die machtgeilen Parteifreunde begeistern, bei den Wählern aber nicht einmal einen Blumentopf gewinnen kann, musste er am Wahlabend schmerzlich zur Kenntnis nehmen. Nur 7,4 % der Stimmen erhielten die Liberalen und erreichten so nicht einmal die Hälfte des vollmundig erklärten Wahlziels. Das roch nach Konsequenzen und so verließ Fritz Goergen die Partei, während Jürgen Möllemann nur kurze Zeit später mit seinem nicht öffnenden Fallschirm vom Flugzeug aus geradewegs und ungebremst in den deutschen Ackerboden sprang. Der süffisant Dauer grinsende Westerwelle hingegen polterte fröhlich weiter durch die Talkshows der Republik und vergaß nie zu erwähnen, wie wichtig eine gute Opposition sei. Dass ihm selbst die Opposition nie gut genug war, zeigt die Tatsache, wie sehr er sich der Macht Willen im Wahlkampf der Kanzlerin an den Hals warf. Wie ein Ertrinkender, der sich an den Mast des sinkenden Schiffs klammert, so klebte Leichtmatrose Westerwelle an der Fregatte Merkel, an seiner einzigen Chance zur Macht: schwarz-gelb. Ihn störte auch nicht, dass die Kanzlerin ihn immer wieder im Regen stehen ließ wie einen nassen Hund und sich bis fast zuletzt nie glasklar für eine Wunschkoalition mit der FDP aussprach.
Nun hat er also das, wonach er gierte. Ob er im Amt des Außenministers und Vizekanzlers über das bloße Poltern und Voraussagen hinauskommt, wird er nun beweisen müssen. Dass mangelnde Englischkenntnisse allein kein Grund für das Scheitern eines Spitzenpolitikers auf der Weltbühne bedeuten müssen, zeigt die 16-jährige Regierungszeit eines Kanzlers, der – nicht ganz ernst gemeinten Gerüchten zufolge – beim Anstoßen mit Margret Thatcher auf deren „To your health!“ mit „To your Dunkles!“ zugeprostet haben soll.
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Okt 22
… der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.
So beginnt das oft zitierte Gedicht “Stufen” von Hermann Hesse. Es beschreibt den Lauf der Zeit, welcher stetige Veränderung mit sich bringt. Es handelt von Reise und Aufbruch, von sich ständig verändernden Sichtweisen.
Weil dieses althergebrachte Bewußtsein, welches auch schon in der Bibel zum Besten gegeben wird, in unserer Gesellschaft mehr und mehr schwindet, darum gibt es diesen Blog. Die eigene Position zu verändern, das Leben ständig neu zu beleuchten, Fragen zu stellen und weiter zu gehen, das scheint längst aus der Mode gekommen zu sein. Und darum haben die allermeisten von uns das Diskutieren verlernt, was widerrum der Tod jeder demokratischen Bewegung ist.
Aus tiefster Überzeugung bin ich daher Dauernörgler, der sich immer dann zu Wort meldet, wenn es innerlich brodelt und der Wunsch nach mehr gesellschaftlichem Bewußtsein drängt. Dann heißt es auf zu neuen Ufern, andere Sichtweisen und Argumente betrachten…
Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!
Alle Leser dieses Blogs sind dazu eingeladen mit auf diese Reise zu gehen… Viel Spaß dabei!
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