Körperverletzende Raucher

Gesellschaft, Innenpolitik Keine Kommentare »

© Ernst Rose (Pixelio)

Der Schutz von Nichtrauchern vor dem quälenden Tabakqualm anderer scheint ein allgemeiner Trend geworden zu sein. Flächendeckende Rauchverbote sind daher in aller Munde und werden nach wie vor heiß diskutiert. Zuletzt entschieden sich die Bayern per Bürgerentscheid für ein strenges Rauchverbot in Gaststätten. Natürlich versuchen sich die Raucher trotzdem immer wieder aus der Schusslinie zu manövrieren und behaupten, Tabakkonsum sei die Sache eines jeden Einzelnen. Es wird meist angeführt, dass beispielsweise der Konsum von Alkohol genauso gesundheitsgefährdend sei, dies aber allerorts toleriert werde. Schon von jeher unterliegt die Argumentation der Raucher einem großen Missverständnis: Während der überwiegende Großteil ungesunder Genussmittel nur den Konsumenten selbst betrifft, betrifft der Qualm von Zigarettenrauchern auch die Mitmenschen. Während ein Alkoholiker unmittelbar nur sich selbst schädigt, schädigt ein Nikotiniker sich und unmittelbar auch andere.

Tabakrauch ist ein Gemisch von mehreren Tausend, zum Teil hochgradigen Giften. Arsen, Cadmium, Dioxin, Formaldehyd, Kohlenmonoxid, Nickel, Radon, Wasserstoffzyanid…1 um nur einige zu nennen. Auf einem Fachkongress im südfranzösischen Nizza erklärten Lungenfachärzte bereits 1998, dass Zigarettenrauch 10.000mal gefährlicher für die Atemwege sei, als die Belastung durch die Schadstoffe der Umwelt.2 Italienische Forscher haben gar herausgefunden, dass Zigarettenqualm sogar zehn mal giftiger ist als hochgradig krebserregende Dieselabgase.3 Diese Erkenntnis führt schließlich auch das stärkste Argument der Raucher ad absurdum, man müsse, wenn man das Rauchen verbiete, auch das Autofahren verbieten. Der Vergleich hinkt allein schon deshalb, weil man Tabakrauch für gewöhnlich mehr (als Raucher) oder weniger (als Passivraucher) direkt in die Lunge inhaliert. Bei Autoabgasen ist dies in nur sehr stark durch die Umluft verdünnter Form der Fall.

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Innenpolitik 1 Kommentar »

Die Wahl zum Bundespräsidenten steht vor der Tür und mehr denn je scheint sie auch dadurch entschieden zu werden, wie stark sich die einzelnen Delegierten ihrem Fraktionszwang unterwerfen. Angesichts dieser Tatsache war und ist es überaus wichtig, den Wahlmännern und -frauen der Bundesversammlung klarzumachen, worauf sie einzig und allein zu hören haben: Auf ihr Gewissen! Deshalb habe ich in den letzten Tagen Mails an alle mir bekannten Mitglieder der 14. Bundesversammlung versandt (siehe hier). Die Antworten waren und sind informativ, belehrend, ignorant, entgegenkommend… Über eine davon wurde auch schon berichtet. In Kürze wird es hierzu an dieser Stelle sicher noch einen ausführlicheren Querschnitt geben.

Die Antwort von Herrn Thomas Goppel, CSU-Landtagsabgeordneter in Bayern, ist in gleich mehrerlei Hinsicht herausragend. Folgende rüpelhafte Mail erreichte mich gestern Abend:

Sie dürfen sich, sehr geehrter Herr Bedränger (angesichts einer vorgeblich freien Wahl am Mittwoch), getrost darauf verlassen, dass ich meine Entscheidung unabhängig von parteilichen  Vorgaben treffe. Da unterscheide ich mich von den Stimmenjägern anderer politischer Läger. Wer Kandidaten nach dem Muster benennt „Womit ärgere ich die Kontrahenten in diesem Wahlgang am meisten?“ und eindeutig dabei auf einen Bewerber stößt, den diese Gruppe bei eigener Mehrheit niemals ausgesucht hätte, sollte mit Empfehlungen an Dritte vorsichtig sein. Von mir jedenfalls werden Sie keine hören, aber meine korrekte Stimmabgabe registrieren können.

Freundlich
Thomas Goppel.

Natürlich verlangte eine solche Reaktion nach einer Gegenreaktion:

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